Ein Tag als Azubi in der Filiale

Sprachfeld_6Uhr Brot- und Backwaren
Morgens gehe ich zuerst zu meinen Kollegen und Kolleginnen und frage nach, welche Aufgaben es für mich gibt. Heute fülle ich als erstes das Brotregal auf. Die Ware wurde bereits in der Nacht geliefert. Ich hole die Paletten mit einem Gabelstapler aus dem Lager und fahre sie zum Regal. Dann prüfe ich das Haltbarkeitsdatum des übriggebliebenen Brotes vom Vortrag und entscheide, ob ich die Produkte aussortieren muss oder nicht. Anschließend fülle ich das Regal mit dem angelieferten Brot- und Backwaren auf. Jetzt ist der Backautomat an der Reihe. Zunächst muss ich diesen reinigen und desinfizieren, bevor ich ihn mit unseren Produkten auffülle und so startklar für den Tag mache. 
Sprachfeld_7Uhr Fleisch und Kasse 
Bei den Kühltruhen mit abgepacktem Frischfleisch kontrolliere ich jetzt das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Bei rohem Fleisch ist es wichtig, dass es stets frisch ist. Aufgerissene Fleischverpackungen muss ich sofort aus dem Verkauf nehmen. Bin ich damit fertig, kann ich das frisch angelieferte Fleisch aus unserem Kühllager holen und es je nach Bedarf auffüllen.

Damit wir die Filiale öffnen können, muss ich noch meine Kasse vorbereiten. Dafür muss ich prüfen, ob ich ausreichend Geld und Wechselgeld in der Kasse habe. Wenn alles passt, gucke ich noch, ob ich genügend Bon-Papier habe und dann kann es auch schon losgehen.

Los geht’s!
Es ist 8:00 Uhr und wir schließen die Filiale auf. Wenn wir Aktionstag haben, stehen meist schon ein paar Kunden vor der Tür – und das auch schon mal eine halbe Stunde bevor wir öffnen. Während ein Kollege die ersten Kunden abkassiert, fülle ich noch ein paar Produkte auf wie z. B. Getränke oder Süßigkeiten. Während ich auffülle, kommt es vor, dass mich Kunden nach bestimmten Artikeln fragen. Da mir gerade der Kundenkontakt bei meiner Ausbildung gefällt, gebe ich ihnen auch gerne Auskunft oder zeige ihnen den Platz an dem die Produkte zu finden sind. Leider gibt es die Jacke in seiner Größe nicht mehr. Ich rufe in einer Filiale in der Nähe an und lasse dort eine zurücklegen.

Dann mache ich 30 Minuten Pause.

Sprachfeld_9Uhr30 Pause :-)
Schnell ein warmes Brötchen aus dem Backautomaten holen, Aufschnitt aussuchen und ab zur Kasse. Jetzt heißt es „Frühstückspause“ bevor es weitergeht.
Sprachfeld_10Uhr Aktionsmanagement
Jede Woche haben wir drei Aktionstage, an denen wir besondere Artikel verkaufen, die wir vorher in unserem Werbeprospekt angekündigt haben. Im Lager bereite ich die Aktionstische schon einmal vor, so dass sie morgens am Aktionstag schnell und unkompliziert in den Verkaufsraum gefahren werden können. Hierbei gibt es verschiedene Dinge zu beachten, in die mich vorher ein Kollege einarbeitet. Aktionsware ist ordentlich eingeräumt. Jetzt fehlen nur noch die Preisschilder. Die Preisschilder werden im Büro gedruckt. Dort hole ich sie ab und lege die zum entsprechenden Artikel, damit meine Kollegen nicht lange suchen müssen, wenn sie die Waren im Verkaufsraum platzieren. 
Sprachfeld_12Uhr30 Mittagspause
Wer die Wahl hat, hat die Qual und das ist nicht immer einfach. Bei der Auswahl an Lebensmitteln fällt mir die Wahl meines Mittagessens nicht immer leicht. Heute probiere ich mal eines unserer Dampfgargerichte aus. Ab in die Mikrowelle und fertig ist mein Mittagessen. Gleich fängt die Mittelschicht an, d. h. dass man jetzt meist einen weiteren Kollegen im Pausenraum antrifft mit dem man die Pausen verbringen kann.
Waren prüfen
Zusammen mit einer Kollegin gehe ich in die Obst- und Gemüse-Abteilung. Da viele Kunden heute schon vormittags einkaufen waren, sind schon ein paar Obstkartons leer. Damit der Bereich für die Kunden ansprechend aussieht, räumen wir die leeren Kartons auf einen Wagen und bringen sie später zur Papppresse ins Lager. Äpfel mit braunen Stellen oder beschädigtes Obst und Gemüse sortiere ich direkt aus. Oh, die Kassenschlange ist lang. Ein Kollege bittet mich eine weitere Kasse zu öffnen, damit die Kunden nicht zu lange warten müssen. Also ab zur Kasse und kassieren.
Waren bestellen
Damit wir am nächsten Tag ausreichend Ware in der Filiale haben, muss jetzt neue Ware bestellt werden. Mithilfe eines Bestellgeräts, dem sogenannten MDE (d. h. Mobiles Datenerfassungsgerät), gehe ich zu den Kühltruhen und zähle nach, wie viele Packungen z. B. einer bestimmten Eis-Sorte gerade da sind, schaue im Gerät nach, wie viel verkauft wurden und gebe die neue Bestellung ein. Auch hierbei gibt es verschiedene Dinge zu beachten. Haben wir Sommer, einen Feiertag oder Wochenende, so wird natürlich mehr Eis gekauft und gegessen als beispielsweise im Winter. Solche und andere Dinge muss man immer im Hinterkopf haben. Aber keine Angst, das lernt man alles während der Ausbildung. Bevor ich die Bestellung losschicke, überprüft mein Vorgesetzter die Bestellung noch einmal. Sollte sich hier also ein Fehler eingeschlichen haben, ist das halb so wild.
Sprachfeld_14Uhr30 Feierabend
Feierabend. Am liebsten gehe ich jetzt zum Sport oder treffe mich mit Freunden. 
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Im Textverlauf beschränken wir uns auf männliche Bezeichnungen, um Ihnen den Lesefluss zu erleichtern. Wir betonen ausdrücklich, dass uns Bewerberinnen gleichermaßen willkommen sind.