Erfahrungsbericht Jörn Kuppe

Jörn Kuppe, Senior IT Professional in der Nationalen IT bei ALDI SÜD

„Nach meinem Diplom in Wirtschaftsinformatik hatte ich einige Jahre als Software-Engineer gearbeitet und noch einen Masterstudiengang in Süddeutschland absolviert. Im Anschluss daran wollte ich zurück in die Heimat und meine Erfahrungen gerne im IT-Projektmanagement einbringen, am besten in einem großen Unternehmen, das ich als Kunde gut kenne und mit dem ich Positives verbinde.

Als Senior IT Professional in der Nationalen IT bei ALDI SÜD bin ich jetzt gemeinsam mit meinen Kollegen für den Bereich Filialwarenwirtschaft zuständig. Das bedeutet, dass wir die IT-Prozesse in der Filiale, wie zum Beispiel Bestellungen und Inventuren, betreuen und diese ständig optimieren. Welche Prozesse notwendig sind, habe ich mir als langjähriger ALDI SÜD Kunde vorher nicht klargemacht. Das ist aber für das Verständnis der IT-Architektur essenziell. Es ist wichtig, über den Tellerrand zu schauen, um zu verstehen, woher die Daten kommen und in welchen Anwendungssystemen sie verwendet werden.

Konkret betreuen wir umfangreiche Themen wie das MDE-Gerät, mit dem in den Filialen neue Waren bestellt und Inventuren aufgenommen werden, oder das Filialdatenprogramm, in dem die Regionalgesellschaften Stammdaten für die Filialen pflegen. Als Sonderprojekt betreue ich ein Auswertungstool für die ALDI SÜD Backautomaten in den Filialen, das ich auch selbstständig weiterentwickle. Es analysiert die Füllstände und die Abverkäufe der Backwaren-Produkte zur Befülloptimierung.

Neben der Anwendungsbetreuung sind wir auch für das Anforderungs- und Releasemanagement unserer Programme zuständig. Das bedeutet, dass wir Anforderungen konzeptionell durchdenken und Lösungen erarbeiten. Im Bedarfsfall sprechen wir Anforderungen mit den Endanwendern ab, um die Praxistauglichkeit sicherzustellen. Das Schlimmste, was uns passieren kann, wäre, dass wir eine technische High-End-Lösung entwickeln, die in der Filiale aber niemand verwenden kann. Wir sitzen wirklich an der Schnittstelle zwischen IT und dem Bereich Verkauf.

Im Rahmen meiner Einarbeitung bin ich auf meine Aufgabe gut vorbereitet worden. So habe ich, wie jeder neue IT-Mitarbeiter, für einige Wochen einen Einblick in die Abläufe in einer Filiale erhalten und einen Regionalverkaufsleiter bei seiner Arbeit begleitet, um so die IT-Prozesse aus Sicht der Anwender vor Ort kennenzulernen. Durch diese Erfahrung achte ich seitdem darauf, dass die IT-Prozesse an die ALDI SÜD Abläufe in der Filiale angepasst werden und nicht umgekehrt.

Ein Teil meiner Tätigkeit beinhaltet auch Support für Filialen und Regionalgesellschaften. Das Spannende daran ist, dass die Supporttätigkeit keine planbare Größe ist. Manchmal kommt es knüppeldick, wenn drei Supportfälle gleichzeitig auftreten. In unserem Zuständigkeitsbereich ist immer etwas los und viele Dinge verändern sich. Dadurch wird es nie langweilig.

Und wenn es knifflig wird oder ich nicht mehr weiterweiß, helfen die Kollegen. Der Teamgeist ist klasse und wir können uns aufeinander verlassen. Das ist wichtig, denn es kann nicht jeder alle Teilprozesse im Detail kennen. Wesentlich für die Arbeit ist aber, einen Überblick über den Gesamtablauf der Programme zu haben, um mögliche Fehlerquellen besser eingrenzen zu können.

Eines meiner aufregendsten Erlebnisse war der allererste Notfall in meiner Rufbereitschaft. Es war ein komplizierter Supportfall, mit dem ich damals mehrere Stunden beschäftigt war. Es war eine etwas unglückliche Konstellation, da ich und der zuständige Techniker unseren ersten Einsatz hatten, unsere Problemlösung zunächst nicht funktionierte und so immer neue Probleme auftraten. Mit dem heutigen Wissen wäre der Fall innerhalb von ein paar Minuten gelöst. Da merkt man dann, wie viel man schon gelernt hat. Die Lernkurve ist gerade am Anfang ziemlich steil und dann kommt die wachsende Erfahrung dazu. Ich hoffe, dass es auch weiterhin so spannend bleibt.“

Im Textverlauf beschränken wir uns auf männliche Bezeichnungen, um Ihnen den Lesefluss zu erleichtern. Wir betonen ausdrücklich, dass uns Bewerberinnen gleichermaßen willkommen sind.